Denkmalpflegeplan Hügelschanze

Die ehemalige Gemeindeschule der Oranienburger Vorstadt wurde 1861–1862 als Fachwerkbau errichtet und zunächst mit acht Klassenräumen für Jungen und Mädchen eröffnet. Aufgrund der schnell wachsenden Bevölkerung wurde sie bereits kurz darauf erweitert. Ihre besondere Bauweise hängt mit dem damaligen Reichsrayongesetz zusammen: Im Bereich vor der Spandauer Stadtbefestigung durften nur Gebäude entstehen, die im Ernstfall rasch abgetragen werden konnten.

Das zweigeschossige, langgestreckte Gebäude mit Satteldach und regelmäßig gegliederten Fachwerkfassaden hebt sich deutlich von der späteren gründerzeitlichen Bebauung ab. Trotz späterer Umnutzungen — zunächst zu Notwohnungen, später als Obdachlosenheim — prägt die bauzeitliche Außenwirkung bis heute den Denkmalwert. Seit 2015 steht das Gebäude leer und weist erhebliche Substanzschäden auf, insbesondere an der tragenden Holzkonstruktion.

Unser Büro wurde mit der Erstellung eines Denkmalschutzgutachtens mit Denkmalpflegeplan beauftragt. Ziel war es, die Geschichte, den Bestand und den Denkmalwert des Gebäudes umfassend zu erfassen und daraus Leitlinien für eine denkmalgerechte Sanierung zu entwickeln.

Grundlage der Bearbeitung waren umfangreiche Archivrecherchen, Bestandsaufnahmen vor Ort, Bestandspläne, Drohnenaufnahmen, Baualterskartierungen, fotografische Dokumentationen sowie Fenster- und Türkataster. Ergänzend wurden restauratorische Befunduntersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einem Bericht zusammengeführt und bildeten die Grundlage für den Denkmalpflegeplan.